Zweiter Frühling

Die Wechseljahre sind überstanden! Das Auf-und-Ab der Hormone und Stimmungen wird leichter zu ertragen.
Das Menstruationsblut ist versiegt.

Das Meer des Blutes, der Chong Mai / das Penetrationsgefäß versorgt (nach 7×7 Lebensjahren) die Gebärmutter nur noch spärlich mit Blut. Die Energie fließt mehr nach oben, was zu einigen Unannehmlichkeiten, die mit dem Herzen verbunden sind, führen kann. Herzklopfen, Schlafprobleme, Unruhe und Hitzewallungen zählen dazu. Der Damenbart sprießt und gleicht den möglichen Schwund des Kopfhaars aus.

Frauen treten nach dem mütterlich-irdischen in den spirituell-himmlischen Zyklus ein.

Die Kinder sind aus dem Haus und es bleibt nun endlich mehr Zeit für die geistige Entwicklung. Die Beziehung zum Körper kann wieder harmonisch werden, solange frau sich nicht über ihr Aussehen definiert. Oder gut darauf hört, was ihr die Seele über den Körper mitteilen will.

Trockene Haut, Falten und Rettungsringe sieht man mit brennenden Augen und schwindender Sehkraft zum Glück nicht mehr so gut. Mit dem Alter wird man resistenter. Resistent gegen Bewertungen, Äußerlichkeiten, Oberflächlichkeit, gegen manipulative Angstmacherei aber auch gegen Insulin und Leptin.

Yin und Yang, welche in unseren Nieren als Saft und Kraft des Lebens gespeichert sind, werden im Laufe der Jahre immer weniger.

Wenn dir die Begriffe Yin und Yang noch fremd sind, lies gerne HIER eine Einführung.

Im Herbst des Lebens beginnt der zweite Frühling.

Frauen – vor allem, wenn sie mehr als ein Kind geboren haben – verbrauchen das Yin schneller und haben nach ca. 50 Jahren – im besten Fall – mehr Yang übrig.

Dieser Yang-Überschuss lässt Frauen ihre Energie nach außen richten. Sie wollen und können endlich das tun, was sie immer schon wollten. Sich entfalten, kreativ sein, Ideen, Träume und Visionen verwirklichen, Neues entdecken, …

Kann die Energie jedoch nicht frei fließen, dann bekommt sie auch noch Haare auf den Zähnen. Die gestaute Leber- und Gallen-Energie lässt alte Menschen manchmal unflexibel, stur, verbittert und bösartig werden. Die Yang-Energie zeigt sich in Form von Stimmungsschwankungen, Gereiztheit und Hitzewallungen tagsüber.

Der Yin-Mangel lässt uns in der Nacht schwitzen und schlecht (ein)schlafen. Die Schleimhäute werden trocken, es kann zu Verstopfung kommen. Wenn man nicht genug schläft, wird man leicht reizbar, launisch und humorlos.

Weitere Symptome eines Yin-Mangels sind innere Unruhe und Vergesslichkeit. Wir beginnen ängstlich zu werden und schwarz zu sehen, manche könnten auch hysterisch auszurasten, bekommen Rückenschmerzen v.a. im Bereich der Lendenwirbel oder Osteoporose sowie Parodontose und brüchige Zähne.

In der Ruhe liegt die Kraft, die FRAU für den zweiten Frühling braucht.

– An erster Stelle steht ausreichend Schlaf!

– Keine anstrengenden Abendaktivitäten.

– Ein Vollbad, ein Abendspaziergang, ein gutes Buch und ein Hopfen-Tee – ja, sorry, wenn’s schlimm ist Tee vor ‚Brause‘.

– Mehrere Tage – aber vor allem abends – keine Computerarbeit, kein Handy und keinen Fernsehfilm, dafür spätestens um 22 Uhr ins Bett.

– Aktivitäten im Yin der Natur planen:

* Gewässer aufsuchen und darin schwimmen, im Bach wandern, im Meer am Strand sitzen, einen Wasserfall genießen,

* Fischen oder ein gutes Fischrestaurant besuchen.

– Natürlich kann man auch das Yang am Lagerfeuer stärken.

– Fußmassagen – mit Hauptaugenmerk auf die Nierenpunkte 1 bis 6 tun gut.

– Meditationen über die Bedeutung des zweiten Frühlings und des Alterns …

„Das, was fest und hart ist, gehört zum Tod, das was weich und nachgiebig ist, gehört dem Leben.“
(Laozi)

Von Veröffentlicht am: 16.02.2026Schlagwörter: Kategorien: Basics

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